wax
schnee
der schnee hat graz wieder. bis es wieder wie so auf diesem bild wird, dauerts wohl noch eine weile. bis es wieder warm wird, leider noch länger.

picture by edublogger
360°x180° Panorama Tour

es gibt eine nette 360° panorama tour im netz, wo man die wichtigsten sehenswürdigkeiten von graz in VR erforschen kann.
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mursurfer auf Surf-Urlaub bis 16. Oktober
Die Moldau durch Tschechien, der Parana durch Argentinien, die Donau durch Ungarn – die Mur-Geschwister fließen durch die ganze Welt. Ich werde sie entdecken, erobern, ersurfen, und lege darum eine kleine Schreibpause ein.
Am 16. Oktober kehre ich zur Mur zurück. Brisant, vernetzt und pipifein.
Cowabunga und auf ein baldiges Wiederlesen!
euer mursurfer
manches darf nicht erinnert werden
Waren die Wehrmachts-Soldaten im Zweiten Weltkrieg gut oder böse? Waren sie Opfer, Täter, pflichtbewusst? Wie hat sich unser Bild im Lauf der Zeit bis heute verändert? Und warum? „Konstruktionen von Erinnerungen an die Wehrmacht“ ist der Titel einer Veranstaltung heute Abend im Grazer „Büro der Erinnerungen“ am Landesmuseum Joanneum. Zu Gast ist der Wiener Politologe und Wehrmachts-Experte Walter Manoschek.
„Erinnerungen sind etwas Kollektives. Die Gesellschaft entscheidet, was erinnert werden darf und was nicht“, erklärt Elke Murlasists, inhaltliche Leiterin des „Büro der Erinnerungen“. „Werden die Wehrmachtssoldaten gesellschaftlich verachtet, erinnern sie sich ganz anders an ihre Erlebnisse im Krieg, als in einer Gesellschaft, in der sie geschätzt sind.“
„Konstruktionen von Erinnerungen an die Wehrmacht in der 2. Republik“
Dienstag, 20. Juni: 19.00, im Büro der Erinnerungen, Neutorgasse 45
apfelringe und englisch-wörterbücher
"Alles, was Ihnen seltsam vorkommt, können Sie zuerst kosten", beruhigt Bea Fasolt. In ihrem kleinen Bio-Imbiss "Bea's Urkost" in der Mariahilferstraße bietet sie auch Außer- und Ungewöhnliches. Ginger Beer, allerlei Tofu-Speisen, eine "Ur-Suppe", oder ein Getränk namens "Wasserkefir", eine aufwändige Kombination aus Kristallalgen, Feigen, Zitronen und Quellwasser. Das (mit etwas Skepsis vorgenommene) Kosten ergab: Wasserkefir erfrischt und Algen in einem Getränk hören sich nur ekelig an.
Die Ur-Suppe ist fertig... (Fotos: Kanya)
kein extra-wunsch ist zu extra
Erst seit Februar diesen Jahres betreibt Bea Fasolt den vegetarischen Bio-Imbiss. Alle Speisen werden frisch und für jeden Gast individuell zubereitet. Der Kunde ist hier nicht nur König, sondern mindestens Kaiser - mit freier Wahl bis zum Schluss: das Bio-Aufstrich-Weckerl gibt es je nach Wunsch mit einer oder auch zwei Priesen Pfeffer, mit oder ohne Schnittlauch, serviert auf dem Teller mit oder dem ohne Blumen. Werden ihr die Extra-Wünsche nicht manchmal zu viel? "Nein, nein", winkt Bea Fasolt ab. "Wenn die Bestellung sehr speziell wird, dann dauert es halt ein bisschen länger."
Für jeden Gast die richtige Tasse...
In Bea's Laden braucht man Zeit. "Ich bin jetzt über 50 und ich habe mir vorgenommen, ich lasse mich nicht mehr stressen und stresse auch andere nicht mehr", erklärt Bea Fasolt. "Wenn jemand sehr wenig Zeit hat, dann ist es besser, wenn er das, was er zu erledigen hat, davor erledigt." Dafür kann man, hat man eine "Ur-Suppe" bestellt (ähnelt einer klaren Gemüsesuppe), so viel "nachessen", wie man will, zahlt aber nur den ersten Teller. Das gleiche gilt für Tee.
kaufen und tauschen
"Bea's Urkost" ist nicht nur Imbiss, sondern auch Laden: zur Auswahl stehen Bio-Cornflakes, Kernöl oder Apfelringe, eine kuriose Flohmarkt-Büchermischung oder ein Tausch-Regal, für das man kein Geld benötigt, sondern nur Gegenständie, die man selbst nicht mehr braucht.
"Bea's Urkost"
Mariahilferstraße 11, 8020 Graz
Kontakt: 0676-6305702 (Bea Fasolt)
Öffnungszeiten: Di-Sa, 8 - 20 Uhr / Mo+Mi, 14 - 20 Uhr
"eine andere welt ist möglich"
Das ASF ist das österreichische Pendant zum „World Social Forum“ sowie zum „European Social Forum“. All diese Foren treten unter dem Motto „eine andere Welt ist möglich“ für die Verbesserung der vorherrschenden politischen Systeme ein. Die Teilnehmer der Sozialforen sehen sich als klare Gegner der neoliberalen Globalisierung.
Wichtig ist, dass es sich bei den Sozialforen um keine Organisationen handelt, sondern um eine Veranstaltung, die den Teilnehmern einen sozialen Raum bietet, um ihre Anliegen vorzutragen.
Das erste österreichische Sozialforum fand anno 2003 in Hallein (SLBG) statt. Die nun dritte Tagung des „Austrian Social Forum“ findet ab heute an der Grazer Karl-Franzens-Universität statt. Rund 80 Veranstaltungen zu Themen wie Demokratie, Migration, Rassismus, Umwelt und alternatives Wirtschaften werden hier in den nächsten drei Tagen abgehalten.
Den Abschluss des "Sozialforum Graz06" bildet eine Demonstration in der Grazer Innenstadt. Rund 800 Teilnehmer werden erwartet.
Jeder Interessierte kann am „3. Austrian Social Forum“ teilnehmen - hier eine Anreisebeschreibung und Details zu den Veranstaltungen.

kino im stadtpark
"'Normal' ist, dass wir für blöd verkauft werden", lautet die Feststellung der Filmfest Veranstalter. Und darum: "Die 'Normale' räumt damit auf." 2003 wurde "das gesellschafts- und wirtschaftspolitische Dokumentarfilm-Fest" gegründet. Damals war es eine Parallelveranstaltung zum 1. Austrian Social Forum in Hallein (Salzburg). 2005 fand die "Normale" erstmals in Graz statt. Im Mai dieses Jahres war sie bereits in Wien und jetzt ist sie zum zweiten Mal in Graz zu Gast.
Gehirnwäsche, Neoliberalismus, Globalisierung, Ausbeutung, Aufstand, EU und Terrorismus: das sind die Themen der Kurz- und Lang-Dokumentationen auf der "Normale".
Aus dem "Normale"-Programm für heute (Sonntag) abend:
- 21:00 -- "Die Macht über die Köpfe: Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Meinung macht"
- 21:30 -- "Loose Change": "The most provocative 9-11 documentary on the market today" (Selbstbeschreibung der Filmemacher), mit deutschen Untertiteln
Eintritt ist frei!
Die Filmvorführungen finden statt "so lange es nicht wirklich regnet", so die Veranstalter. Sessel gibt es keine: Jacken, Decken und eventuell auch Polster sind als Mitbringsel empfehlenswert.
Nähere Infos zum Programm auf www.normale.at. Die Normale findet auch noch während des Austrian Social Forum in Graz statt: von 15. bis 17. Juni, in den Hörsälen der Karl-Franzens-Universität.
Pickerl

Flickr-Foto von individual8
Für alle Sammler von Panini-Fußball-Pickerln: Wer sein Fußball-WM-Heft vervollständigen will, der hat am Freitag die Möglichkeit dazu: In der Mensa der FH Joanneum in Eggenberg können dort ab 12.00 Uhr die klebenden Abbilder von Fußballerköpfen getauscht werden. Vielleicht findet sich dort auch ein Bild von Jens Lehmann. Dieses soll bei diversen Tauschbörsen in Wien schon Mangelware sein.
Nachtrag: In Eggenberg findet nicht die einzige Pickerl-Tausch-Veranstaltung statt, wie der Falter Steiermark berichtet. Heute (Freitag) kann im Exil ab 19.00 Uhr und im Three Monkeys ab 21.00 Uhr eifrig getauscht werden. Morgen ab 21.00 Uhr werden die Fußballer-Pickerl noch einmal im Three Monkeys abgezogen, am Sonntag geht’s ab 11.00 Uhr im Centraal weiter.
Feine Popmusik mit Stil
Der aus Bozen stammende Christian Pitschl ist vor einigen Jahren nach Wien gezogen und arbeitet dort als Grafikdesigner. Wenn er nicht gerade seiner grafischen Kreativität nachgeht, lässt er seinem musikalischen Talent freien Lauf: Mit „Chris and the other girls“ hat Christian sein erstes Soloalbum aufgenommen und mit „Let go“ bei den Charts in der Südtiroler Radiowelt bereits ganz vorne mitgemischt. Mittlerweile kann man ihn auch mit seinem neuen Video „Lullaby“ auf GoTV sehen.
Bevor Christian den Schritt zur Solokarriere gemacht hat, war er Leadsänger der Indie-Punk-Band „Dressy Vagabonds“. Bereits während dieser Zeit hat der Bozner eigene Songs geschrieben. Hört man den Namen „Chris and the other girls“ erwartet man sich zunächst, dass man auch Girls singen hört. Dies ist aber reine Männersache vom Feinsten. CATOG ist keine Band mit fixen Bandmitgliedern, sondern das Soloprojekt von Christian Pitschl. Er wird live meist von den gleichen Musikern begleitet, auf dem Album „Let go“ jedoch sind verschiedene weitere Musiker zu hören. „Ich will in diesem Projekt keine demokratischen Entscheidungen, sondern Musik, die 100%-ig nach mir klingt, ohne Kompromisse eingehen zu müssen“, begründet Christian sein Soloprojekt.
Die Songs von CATOG sind ruhig, relaxed und haben inhaltliche und musikalische Tiefe. Die Stimme des Sängers ist sexy-fesselnd, aber keineswegs von kitschigem Pathos. Man merkt, dass er seine Musik mit ganzem Herzen macht und das Projekt seinem musikalischem Talent Ausdruck verleiht. Sind denn die ganzen gefühlvollen Texte auch autobiografisch? „Wenn Geschichten erzählt werden, sind es meine Geschichten, wenn ich etwas schildere, ist es das Ergebnis meiner Beobachtung. (…) Ja, das meiste, wenn nicht alles, ist autobiografisch.“ Eine Botschaft möchte der 23-Jährige nicht weitergeben, er möchte „einfach nur so ehrlich und authentisch wie möglich Musik machen.“
Also, ein Besuch im Grazer ppc am 7. Juni zahlt sich sicher aus. Man darf es sich auf keinen Fall entgehen lassen, seine Ohren von „Chris and the other girls“ verwöhnen zu lassen. Der Songwriter freut sich schon auf das Konzert in Graz und lädt alle ein, „die was für feine Popmusik übrig haben.“
Solariumszene Eggenberg
Nein, an UVA und UVB Strahlen mangelt es in Eggenberg keinesfalls. Die künstliche Sonne wird hier nicht so schnell erlöschen. Denn die Anzahl an Solarien ist beachtlich. Beinahe an jeder Ecke kann man zwischen Turbobräunern, Gesichtsbräunern und Dekolteebräunern wählen.
Eggenberg weist somit die höchste „Solariendichte“ aller Grazer Bezirke auf. Doch ob die Bewohner Eggenbergs durch diese unendlichen Möglichkeiten auch den knackigsten Teint haben, sei dahin gestellt. Nicht jedermanns Sache sind die klappbaren, gesundheitsschädlichen „Kunstsonnen“. Denn wie auch durch zahlreiche Studien erwiesen, ist die „Sonne“ eines Solariums um etwa zehn Mal schädlicher als natürliche Sonne in den tropischen Breitengraden.
Eggenberg's Kunstsonnen (Foto: Brandstetter)
Bei solch hoher Dichte herrscht natürlich auch ein erbitterter Kampf unter den Solarienbetreibern. Mit immer billiger werdenden Angeboten versucht man, die Kunden anzulocken. So gibt es etwa einen 50-Euro-Bonus beim Kauf einer Solarienkarte im Wert von 70 Euro, fünf Minuten bräunen im Turbo-Bräuner für nur einen Euro. Der sonnenbegierige Kunde kommt in Eggenberg keinesfalls zu kurz.
Die achte Temmel-Filiale in Graz
Eine besondere Attraktion sind neben den 20 verschiedenen hausgemachten Eissorten, die Eisbecher von Charly Temmel. Allein schon die Namen dieser sind doch etwas außergewöhnlich. So gibt es zum Beispiel einen GAK-Becher, einen Picasso-Teller oder einen Arnold Schwarzenegger Gouvernor -Becher. Warum die achte Filiale gerade am Hauptplatz eröffnet wurde, weiß natürlich Geschäftsführer Erwin Wurzinger: „Der Hauptplatz ist in Graz einfach der beste Standort, um ein Eisgeschäft zu eröffnen.“ Auch die Öffnungszeiten sind für ein Eisgeschäft etwas ungewöhnlich. So kann man von Montag bis Samstag von neun bis 24 Uhr, und an Sonn- und Feiertagen von elf bis 24 Uhr die hausgemachten Leckereien genießen.

Neuer Treffpunkt für Eis-Liebhaber. (Foto: Brandstetter)
Auf der Homepage wird auf die natürliche Herstellungsweise von Temmel-Eis hingewiesen. Laut dem Unternehmen verzichtet man bis heute auf Geschmacksverstärker und künstliche Aromen. Mursurfer machte den Geschmackstest und befragte Eis schleckende Kunden, die sich an heißen Tagen in Scharen vor die Temmel-Eistheke drängen.
Peter, 21: Das Temmel-Eis ist im Vergleich zu anderen Eisstandln etwas cremiger. Bei einzelnen Sorten habe ich jedoch Mängel festgestellt. Pistazie und Erdbeere schmecken mir in der „Gelateria Gelatini“ am Tummelplatz (Anm. d. Red.: Hans-Sachs-Gasse Nr. 6) eindeutig besser.
Ilse, 62: An heißen Sommertagen gönne ich mir oft meine Lieblingssorten Schokolade und Tiramisu. Ich steuere nicht unbedingt die Temmel-Filialen an, aber es gibt schon sehr viele, gerade in der Innenstadt. Da kommt man fast nicht daran vorbei.
Magdalena, 30: Der Eiskaffee ist mein Favorit. Aber guten Eiskaffee gibt’s nicht nur bei Temmel, sondern auch bei vielen anderen, kleineren Eisverkäufern.
teresa brandstetter, redakteurin
Teresa Brandstetter ist 21 Jahre alt. Sie wäre gerne Piratin, studiert aber an der FH Joanneum in Graz. Sterben möchte Teresa auf einem Hügel in Port Moresby, kurz nachdem sie an ihrem 100. Geburtstag einen großen Fisch gefangen hat.
Daniela Jones, Redakteurin
Daniela Jones gilt als Frohnatur in der Mursurfer-Redaktion. Der quirlige Lockenkopf ist die Spezialistin für schwierige Themen und unermüdlich im journalistischen Einsatz. Stets dem nächsten Skandal auf der Spur, ist die nunmehr 22-jährige Grazerin aber vor allem eines: frisch, saftig, steirisch.
Flotte Flugbiene statt krankem Kronleuchter
SEWA sorgt in dieser Woche für Abwechslung bei hängenden Deckendekorationen: „Flying Bee“ nennt sich das gute Stück und ist um 6,95 Euro (exklusive Batterien) im SEWA-Shop im Roseggerhaus erhältlich.
Die flotte Biene, nennen wir sie Willi, hat einen stattlichen Körperbau von 15 cm Länge und 40 cm Flügelspannweite. Um die Flugtauglichkeit zu gewährleisten, wird Willi auf einer 1 m langen Nylonschnur aufgehängt, die mit drei Schrauben an der Decke befestigt wird. Die kreisförmige Flugbahn umfasst einen Durchmesser von knapp 1,5 Meter, weswegen Willi unbedingt in einer Mindesthöhe von 3 Metern angebracht werden sollte. Die Bauanleitung fällt diese Woche etwas komplizierter aus. Nebst zusätzlichem Erwerb von Batterien ist der Gebrauch eines Schraubenziehers erforderlich.
Bevor man Willi mit dem „on“-Knöpfchen zum Leben erweckt, sollte man sich jedoch über den persönlichen Nutzen von der neuen Deckendekoration im Klaren sein.

Williiii flieeegt. (Foto: Brandstetter)
Die möglichen Anwendungsgebiete:
- Wachhund: Ungeliebte Personen direkt darunter platzieren, „on“-Knöpfchen drücken, und Willi vertreibt die unerwünschten Gäste mit surrendem Dauergeräusch und eventuellen körperlichen Angriffen („Kopfnuss“ bei idealer Aufhängung)
- heilende Gratis-Hypnose für Bienenallergiker
- Ventilator in heißen Sommernächten (allerdings nur bei erhöhter Batterie-Leistung)
- Eine natürliche Bienen-„Athmo“ im Wohnzimmer Also: runter mit dem rostenden, kränkelnden Kronleuchter, und rauf mit der flotten Biene Willi.
Die Radieschen aus der Dose (siehe SEWA-Angebot der Vorwoche) gedeihen übrigens prächtig. Sechs zartgrüne Stengelchen ragen knapp sieben Zentimeter gen Sonne. Fortsetzung folgt.
wie Götter speisen
In entspanntem Ambiente und umgeben von griechischen Götterstatuen wird man mit kulinarischen Köstlichkeiten wie Tzaziki, Souflaki, Gyros und vielem mehr bedient. Die Kellner sind freundlich und ihrem Akzent nach echte Griechen, wie auch der Besitzer. Egal wann man ins „El Greco“ kommt, man wird ihn immer irgendwo treffen. Meistens sitzt er rauchend an einem Tisch und beobachtet seine Gäste. Stammgast im „El Greco“ ist auch ein älterer Herr, der ebenfalls Grieche ist und der den Eindruck macht, als würde er sich im Lokal wie zu Hause fühlen. Wenn er sieht, dass ein Gast einen Meeresfisch ein bisschen unbeholfen auseinander nimmt, verrät er sofort, was das Beste an diesem Fisch sei: dessen Augen. Ist ein bisschen fragwürdig, aber er ist sich da ganz sicher.
Das griechische Flair im „El Greco“ wird durch die wöchentlichen Musikabende verstärkt – jedoch so stark, dass man dabei fast nicht mehr das eigene Wort verstehen kann. Wenn es Live-Musik gibt, sollte man also eher einen Tisch suchen, der nicht in der Nähe der Band ist. Es sei denn, man möchte während des Essens stillschweigend am Tisch sitzen und nichts als griechische Klänge hören.
Die Portionen im „El Greco“ sind meistens ziemlich groß, sodass man nach der Hauptspeise schon mehr als satt ist. Wer noch eine Nachspeise bestellt, sollte übrigens besser keinen Früchtebecher bestellen: Der gehört nicht zu den Spezialitäten des Hauses…
El Greco, Schmiedgasse 18, Öffnungszeiten: Mo-So 9.30-1.30
Die Kurzparkzone expandiert
"Flächendeckende Kurzparkzone", wie es so schön heißt, bedeutet: sie muss nicht besonders ausgeschildert sein.
Graz ist mittlerweile in fester Hand der Kurzparkzone. Von der Inneren Stadt bis hin zu Lend, Gries, Jakomini und Teilen von Geidorf und St. Leonhard erstreckt sich die Kurzparkzone. Nur wenige Bezirke blieben bis jetzt von ihr verschont.
Besonders ärgerlich ist die Kurzparkzone für Auswärtige. Auswärtige, die in Graz leben, haben kein Anrecht auf eine Parkgenehmigung für Anrainer. Um eine solche zu bekomen, braucht man eine Grazer Nummerntafel, man muss also in Graz hauptgemeldet sein. Erst dann kann man um rund 100 Euro pro Jahr eine Parkgenehmigung erwerben.
Sinn den Kurzparkzonen ist eigentlich eine Minimierung der für Graz viel zu hohen Feinstaubwerte. Für die Stadt Graz hat sie den (finanziellen) Vorteil, dass sich mehr Einwohner hier hauptmelden, denn nach der zehnten Runde um den selben Block ohne Aussicht auf einen Parkplatz außerhalb der Blauen Zone überlegt es sich so mancher doch anders und meldet sein Auto in Graz an.
Als Alternative stehen "Park and Ride"-Parkplätze zur Verfügung. Zu einem vernünftigen Preis kann das Fahrzeug den ganzen Tag über hier abgestellt werden. Die überteuerten und häufig unpünktlichen öffentlichen Verkehrsmittel meiden viele aber dennoch.
Die Kurzparkzone lebt – und sie wächst ständig. Am Donnerstag, 27. April 2006, wurde im Grazer Gemeinderat über die Erweiterung der Kurzparkzone bzw. über die Einführung einer neuen Parkzone abgestimmt, in der man gegen Entgelt unbegrenzt parken kann. Die Erweiterung der Kurzparkzone ist geplant für den Bereich zwischen Annenstraße und Josef-Huber-Gasse.
In folgenden Grenzgebieten sind Kurzparkzonen geplant:
- Bezirk Eggenberg, Bereich Alte Poststraße, Karl-Morre-Straße, Laudongasse, Eggenbergergürtel und Reininghausstraße
- Im Bereich Karlauergürtel bis zur Triesterstraße
- Im Bereich Schönaugürtel bis hin zur Fröhlichgasse (Grazer Messe), Münzgrabengürtel, Friedhofgasse und Conrad-von-Hötzendorfstraße
- Bezirk St. Leonhard, Bereich Merangasse bis Waltendorfgürtel
- Im Bereich des Ruckerlberg
- Im Bereich Hilmteich, Grenze Liebiggasse, Geidorfgürtel, Schanzlgasse, Hilmteichstraße bis zur Mariatrosterstraße
Ganz Graz ist also übersäht mit Kurzparkzonen. Mit der Erweiterung der Zonen ist laut dem Magistrat für Parkraumbewirtschaftung frühestens 2007 zu rechnen.
Slow-Food und Murblick
Jeden Morgen aufs Neue kommen sie, jeden Morgen aufs Neue setzen sich auf die Tische am Balkon, und jeden Morgen aufs Neue erledigen sie dort ihr Geschäft unter freiem Himmel. Nein, nicht Menschen verunreinigen tagtäglich den Balkon des Grazer Cafés "Schwalbennests". Es sind die fiesen Spatzen, die es heimsuchen.
„In Graz gab es einfach kein einziges Lokal, wie es sie in Italien gibt“, kritisiert Gerhard Wörz die Grazer Café-Szene. Da es nicht wirklich danach aussah, dass sich an dieser Situation künftig etwas ändern würde, entschied er sich dazu, das selbst in die Hand zu nehmen. So kam es, dass Gerhard Wörz gemeinsam mit seiner Schwägerin Irene Guschnegg Österreichs erstes Slow-Food-Lokal im Herzen von Graz eröffnete.
Sind die Schwalben schon bald flügge? (Foto: Brandstetter)
Die Slow-Food-Bewegung kommt aus Italien und hat es sich zur Aufgabe gemacht, regionale Esskulturen und traditionelle Produkte zu fördern und zu erhalten.
Das „Schwalbennest“ bietet Wollschwein-Salami, Frühstückschinken vom Schilcherland und erstklassige Käsesorten. Alles von heimischen Bauern und Kleinbetrieben. Das Speiseprogramm des Cafés ist zwar klein aber durchaus fein. Neben dem regulären Speiseplan gibt es auch stets ausgefallene Tagessuppen und Tagesteller. Ein Trumpf ist das ausgefallene Tortenangebot von Irene Guschnegg, wie die Kürbissterztorte oder Mohnjoghurttorte.
Die Kleine Zeitung beschreibt das „Schwalbennest“ als die „beste Buschenschank in Graz“, die Redaktion von „lokaltipp.at“ ist sich einig, dass das schmucke Café zu einem „ganz besonderen Ort“ geworden ist und belohnt das „Schwalbennest“ mit Platz Eins in ihren Top-Ten der Cafés in Graz.
Eigentlich schwebte Gerhard Wörz eine größere Location für ein Restaurant samt Vinothek vor. Doch die Chance das „Schwalbennest“ zu übernehmen und damit den hübschen Balkon mit Kunsthaus- und Murblick, war so verlockend, dass sich Wörz für die „abgespeckte Version“ entschied. Dennoch ist die Idee mit dem großen Lokal nicht verworfen, sondern nur auf Eis gelegt. Wer weiß, vielleicht kann mursurfer.at schon bald berichten, dass die Schwalben flügge geworden sind.
be bobbed
Eine Veranstaltungsankündigung für medienaffine Kurzentschlossene. Heute Abend wird die dritte Ausgabe des Magazins Bob
präsentiert. Zum Thema "Mutter" haben Schreiberlinge unterschiedlichster Herkunft Beiträge abgeliefert. Eine ausführliche Kritik der neuen Nummer von Bob folgt demnächst.
Bob. Leben wie im Magazin, Ein Abend zwischen Hochglanz und Schund. Teil 2.
Palais Thienfeld, Mariahilferstr. 2, 8020 Graz, Start 21.00 Uhr.
DJs: Blinki Palermo, kiraki, Surelee, e_mu (Sonntags Abstrakt)
J. S. B. wär`s Ihnen neidig!
Obwohl er 16 Jahre an der H-Moll-Messe gearbeitet hatte, kam Johann Sebastian Bach kein einziges Mal in den Genuss, eine Aufführung seines grandiosen Meisterwerks mitzuerleben. Die mathematisch perfekt ausgearbeitete Komposition wurde zu Bachs Lebzeiten nämlich nie in vollendeter Form aufgeführt. Den Grazerinnen und Grazern soll nicht das gleiche Schicksal widerfahren wie dem Schöpfer selbst. Deshalb führt der Grazer Stadtpfarrchor unter der Leitung von Andrea Fournier kommenden Sonntag die so genannte „Hohe Messe“ in der Stadtpfarrkirche zum Heiligen Blut auf. Begleitet werden die passionierten SängerInnen von einem professionellen Instrumentalensemble unter der Leitung von Dario Luisi. Als Solisten treten Elisabeth Grabner (Sopran), Margot Oitzinger (Alt), Martin Fournier (Tenor) und Ulfried Staber (Bass) auf.
H-Moll Messe | Johann Sebastian Bach
Sonntag, 7. Mai 2006, 20.00 Uhr
Stadtpfarrkirche Graz, Herrengasse 23
Das günstigste Schokocroissant in Graz...
Das günstigste Croissant mit Schokoladenfüllung der Stadt hat die Bäckerei Anker in der Annenstraße. Um nur € 1,39 bekommt man dort das begehrte Frühstücksgebäck. Aber ist es auch das feinste? Fast 20 Cent muss man für ein Schokocroissant beim Auer am Hauptplatz drauflegen. Allerdings sind das 20 Cent, die es sich lohnt mehr zu bezahlen, bekommt man dort doch das wirklich absolut Beste für sein Geld.
Mit €1,50 für die französische Spezialität liegt das Café Sorger genau in der Mitte – allerdings lässt sich dieses Geld sicher auch besser investieren. Nicht zu vergessen sind die Supermarktketten. So bekommt man zum Beispiel bei Billa zwar kein Schokocroissant, aber eine vom Geschmack her ebenbürtige Nougattasche um 89 Cent.

Schokocroissants sind Grundnahrungsmittel der mursurfer-Redaktion (Foto: Winkler)
Billige Verschwörung
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| Neu bei Sewa: Feinste Radieschen (Foto: Brandstetter) |
Wer schon immer erfolgreich „garteln“ wollte, aber ohne den nötigen grünen Daumen geboren wurde, sollte diese Woche bei SEWA vorbeischauen: Die Frühlingsabteilung bietet neben Kerzen in Form von Narzissen und Schmetterlingen aus Plastikseide neuerdings auch Radieschen aus der Dose. Um € 3,50 erhält der Neo-Gärtner die frische Pflanze und den Übertopf gleich dazu. Die Bedienungsanleitung liest sich einfach: Dose öffnen, ein Glas Wasser hinzufügen, eine Stunde warten, überflüssiges Wasser ablaufen lassen, Dose an ein helles Fenster stellen. Und natürlich regelmäßig gießen nicht vergessen. Nach 3-8 Tagen sollten bereits die ersten Blätter sprießen, nach zwei weiteren Wochen des bangen Wartens können die Radieschen geerntet und in den frischen Frühlingssalat geschnipselt werden. Ob und wie viele Radieschen auch wirklich das Licht der Welt erblicken, war bei Redaktionsschluss noch nicht erkennbar. Wir werden berichten.

Radieschen aus der Dose beim "Religionsgemeinschaftskaufhaus" Sewa. (Foto: Brandstetter)

