zitz verkauft megaphon
Zwei Stunden lang stand Edith Zitz im orangen T-Shirt auf der Straße. Im Rahmen der Aktion „Prominente verkaufen Megaphon“ versuchte die Grüne Landtagsabgeordnete vergangenen Mittwoch das Straßenmagazin an den Mann und an die Frau zu bringen. Insgesamt erwirtschaftete Zitz 29 Euro bei acht verkauften Exemplaren.
Viele Begegnungen seien sehr berührend gewesen, meint die Menschenrechtssprecherin der Grünen. So habe zum Beispiel eine ältere Frau bedauert, das Megaphon aufgrund ihrer geringen Pension nicht regelmäßig kaufen zu können. Zum Abschluss betonte die Politikerin den hohen Stellenwert sozialer Initiativen: „Es ist wichtig, dass man Widerstand gegen Rassismus leistet. Positive Projekte wie zum Beispiel das Megaphon sind dabei von großer Bedeutung."

Zitz im Verkaufsrausch (Foto: Lesjak)
drexler
dreXler heißt der mann. und "pummerin statt muezzin" würd dem jedenfalls kaum einfallen.
Werbeprofi
Hey, den Spruch find ich aber werbetechnisch absolut gelungen (genau so wie z.B. Geiz ist geil!). Und den Zweck hat er eigentlich auch erfüllt, sonst hätte die FPÖ in Wien wohl kaum den 3.Platz erreicht. Inhaltlich kann man dazu stehen wie man will, aber rein vom eye- & earcatching-Effekt her gehören Straches Sprüche und Slogans zu den besten in Österreich.
jaja
ich weiß, ich weiß. "Wollen Sie eine endgültige Lösung der Ortstafelfrage?" is auch sehr gelungen. weckt viele assoziationen bei der potentiellen wählerschicht. Naja und "Anpfiff für Österreich" lass ich jetzt mal einfach so im Raum stehen.
Grottenschlechter ÖFB
Naja, also "Anpfiff für Österreich" finde ich scheiße. Das zeugt eindeutig von der Einfallslosigkeit der orangen FP-Retorte, sich so auf die Fußball-Welle draufzusetzen. Außerdem wäre ich an Westenthalers Stelle vorsichtig mich mit einem Fanschal der österreichischen Nationalmannschaft zu zeigen. Angesichts der letzten Leistungen unserer ÖFB-Elf könnte das durchaus einige Prozente kosten. ;o)
Ich
...glaube kaum, dass die Herrn Schöggl oder Strache oder wie auch immer sie heißen mögen, einen guten Umsatz machen würden. ;o)
Nein im Ernst: Ich denke nicht, dass es im Sinne des Megaphons wäre die Zeitschrift von FP-Politikern verteilen zu lassen. Da dürfte die gegenseitige Ablehnung zu groß sein. Vogenhuber verteilt im EU-Parlamnet ja auch nicht Mölzers "Zur Zeit".
gedankenspiel
ich denke auch, dass einschlägige rechte politiker, die in erster linie durch inhaltsleere parolen auffallen, keinen rekordumsatz erzielen würden. ich würd einem hc auch kein megaphon abkaufen. ich würde ihn aus dem augenwinkel mit einem geringschätzenden blick bedenken und so tun als hätte ich ihn nicht gesehen. so wie es die kolpoteure des megaphon täglich erleben. dann würd ich ihn nach seiner lizenz fragen und die polizei holen, weil ich der meinung bin, dass das stadtbild durch seine grellblauen augen gestört ist! Vielleicht erfährt er dann, wie es jenen geht, die er so hirnlos über einen kamm schert.
die idee, politiker das "megaphon" verkaufen zu lassen, ist an und für sich gut - nur war die aktion dennoch bislang ein flop! warum? nun: als megaphon-verkäufer betätigten sich nur jene politikerInnen, von denen jede/r weiß, dass sie für menschenrechte, für toleranz gegenüber andersfarbigen und menschen aus sozialen randgruppen stehen. zum erfolg würde diese aktion erst, wenn jene anderen politikerInnen, von denen bzw. von deren parteien bislang nichts anderes zu lesen, hören sehen war, als "heimat muss heimat bleiben", "österreich zuerst" oder aber auch "graz wird neuerlich ein bollwerk gegen die türkei sein" zumindest für einige stunden sich so, wie asylwerberInnen, ihr taschengeld verdienen müssten.