Freundschaft für 500 Euro
Am 24.Mai 2006 berichtete die Kleine Zeitung
über „Höhere Gehälter auch für Politiker“. Wie erwartet („Kritiker der Innenpolitik und sonstige Neidgenossen haben wieder Munition bekommen.“ - Kleine Zeitung vom 24.05.2006) erregt diese Nachricht die Gemüter. Gerhard Paierl würde eine derartige Gehaltserhöhung die Schamesröte ins Gesicht treiben.
"Als aufrechter Sozialdemokrat, wie es unser Herr Bundespräsident ist, würde ich rot (im Gesicht) werden, wenn ich eine Gehalterhöhung von rund 500 Euro (fast 7000 Schilling) erhalten würde. Mit dem Betrag dieser Erhöhung allein müssen viele Landsleute einen ganzen Monat auskommen. Freundschaft!“
Gerhard Paierl, Mantscha/Graz
Man beachte die Rubrik
Lieber Willi, die Rubrik "ansichtssache" beschäftigt sich mit Leserbriefen von GrazerInnen. Hierbei geht es nicht um newswert. Vielmehr geht es um einzelne Meinungen der Grazer.
die Selektion der Selektion
Hallo Willi,
Leserbriefrubriken sind der Versuch von Printmedien, die Stimmung und Meinung ihrer Leser zu spiegeln - was freilich immer einer Selektion der Redaktion unterliegt. Dabei wird unterschiedlich vorgegangen, was die Anordnung der Pros und Contras betrifft, wenn es darum geht, mit mehreren Leserbriefen die Meinung aufzuzeigen. Zu dem sind bei fundierten oder extremen Leserbriefen immerwieder SchreiberInnen aufgetreten, die bei Recherchen nicht auffindbar waren - die es also gar nicht gab oder die dann nachweislich gar nicht den Brief geschrieben hatten.
Bei mursurfer.at bekommt man die Selektion der Selektion dieser Text und was noch viel interessanter / schlimmer ist, ist die Tatsache, daß Privatpersonen, deren Meinung hier wiedergegeben wird, auch nicht davon informiert werden. Das heißt, jmd. schreibt seine Meinung zB. für die "Kleine Zeitung" und findet unter seiner Adresse diesen Text in einem anderen Medium - in dem Fall bei mursurfer.at. Bei einem Printmedium ist die Reichtweite beschränkt, weil eben die Zeitung nach einem Tag, einer Woche im Altpapier verschwindet. In diesem Fall, wenn der Leserbrief als Text auch von Suchmaschinen erfassbar ist, wird man den Beitrag unter diesem Namen sehr leicht und immer wieder ausfindig machen können. Du kannst Dir ausmalen, was passiert, wenn eine Firma zB. zu einem Bewerber im Netz recherchiert und dann, möglicherweise sogar zu unrecht, auf Meinungsäußerungen dieser Art stößt.
Ich hatte schon beim letzten Leserbrief, der hier kopiert wiedergegeben wurde, angeregt, daß man sich beim Abschreiben (!) solcher Text ein bisschen Mühe geben sollte, aber es scheint hier mehr um Schreibübungen zu gehen, als um Journalismus. Aber Willi, andere Beiträge - wie zB. das Video mit den Mureindrücken machen das wieder "gut"!
Alles Gute und die Anregung an die Redaktion, diese Beiträge "die
Wenn es tatsächlich Interesse an Leserbriefen gibt, kann man doch bei mursurfer.at für Grazer einen solchen Bereich einrichten!
Claudia
hmmm...
klar ist das veröffentlichen und kommentieren von einem leserbrief nicht der gleiche journalistische aufwand wie eine umfassende reportage - ich find aber, dass es ein interessantes feature ist, weil es auszugsweise das grazer meinungsklima wiedergibt - und für dieses klima sind die leserbriefe ganz wesentlich, sonst hätt die övp ja nicht schon einmal die glorreiche idee gehabt, im wahlkampf leserbriefe zu faken, wenns nichts gebracht hätte bei der öffenttlichen meinung...
Meinungsklima
Liebe Claudia,
wenn es Dir um einen Auszug des "Meinungsklimas" geht, dann ist dieser Weg ganz bestimmt der falsche. Die Selektion von Leserbriefen in Tageszeitung unterliegt keiner statistischen Grundlage der eingehenden Meinungen, sondern ist vielmehr auch ein Instrument dieser Printmedien!
Dennoch hat Dein Gedanke etwas für sich und eine Recherche, in welchen Tageszeitungen zu welchen Themen in welcher Form und Anzahl Pros und Contras abgedruckt werden, würde eine schöne "story" hergeben. In Form eines Pressespiegels könnte man damit freilich auch viel Hintergrundinformation zu diesem Thema - dem Leserbrief - erfahren.
Dein Hinweis auf den Skandal, rund um eine große Partei, ist ein weitere Aspekt, den ich indirekt bereits eingebracht hatte, nämlich, daß auch ein bisschen Recherche notwendig ist, um einen solchen Leserbrief gewichten zu können! Es wäre doch schade, wenn die Leser von mursurfer.at auch einem "fake" auf den Leim gingen.
Alles Gute, Claudia
nur nervend
Ich glaub schön langsam du hast es fest im Schüsserl!!! Wenn einer nicht will, dass sein Leserbrief gedruck wird, würde er keinen schreiben! Und zu deinen "Fletcher-Visionen" "....... was passiert, wenn eine Firma zB. zu einem Bewerber im Netz recherchiert und dann, möglicherweise sogar zu unrecht, auf Meinungsäußerungen dieser Art stößt" kann ich nur sagen, wenn ich meine Meinung kund tue, dann stehe ich dazu und dann kann die lesen wer will.
Lieber Ratzerl
Die Redewendung, "es fest im Schüsserl zu haben", ist mir fremd, aber ich nehme an, daß Du damit auf unterschiedliche Meinungen hinweisen möchtest.
Ratzerl, bei Leserbriefen ist es nicht unüblich, daß es die Schreiberin gar nicht gibt oder der Leserbrief nicht von der angeführten Person stammt. Der Bereich, in dem Du mich zitiert hast, hat die Phrase "zu unrecht" im Satz, damit will ausgedrückt sein, daß diese Meinung genau nicht der Person der Recherchen zuzuordnen ist! Ich hoffe, Du hast über dieses Wort hinweggelesen und bist nicht der Meinung, daß man auch mit fremden Namen eigene Meinungen veröffentlichen soll!
Zudem ist Dein Ansatz ein sehr gefährlicher, wenn die Leserbriefschreiberin möchte, daß ihre Meinung auch in mursurfer.at veröffentlicht wird, könnte sie das doch direkt tun und um eine Meinung wiederzugeben ist für das Meinungsspektrum der Verfasser nicht ausschlaggebend!
Außerdem und das hat die Verfasserin des Artikels selbst angeführt, ist ein Meinungsspektrum auf diese Art nur schwer auszumachen, weil man erst unlängst bei Wahlen die Praktiken zur Vortäuschung falscher Leserbriefe ans Tageslicht gebracht hatte.
Leserbriefe einzubeziehen ist eine gute Idee, das soll ein Anregung sein, daß man mit etwas Mehraufwand eine echte Bereicherung bekäme.
Claudia
Erklärung
"es fest im Schüsserl zu haben" ist das gleiche wie "einen Sprung in der Schüssel zu haben" oder "nicht ganz dicht zu sein". Jetzt alles klar? Und zu deiner Info - mich brauchst du überhaupt nicht zu belehren, weil ich mit dem mursurfer nix zu tun hab, außer ihn zu lesen, weil er interessant ist, mich dabei aber jedesmal über deine lächerlichen Kommentare ärgere. Wie ich dir bereits einmal geschrieben habe: wenn du so viel besser als andere bist, warum machst dus dann nicht selber? Wäre auf jeden Fall produktiver - oder handelt es sich bei deinen Kommentaren um dein jeweiliges Tageswerk? PS: es muss heißen liebeS(!) ratzerl
Liebes Ratzerl
Weder wollte ich Dich belehren, noch Dir - über das grammatische Geschlecht - unrecht tun! Meine Rückmeldungen waren an das mursurfer - Team adressiert und wurden aber auch von Dir aufgenommen, daher die direkte Anrede.
Claudia
das ist ja wirklich sehr berichtenswert..
habts ihr keine interessanteren news?